Magnic Light Praxistest

Magnic Light ist eine Fahrradbeleuchtung, die auf Wirbelstromtechnik basiert und damit ohne mechanische Reibung auskommt. Infolgedessen, wurde diese innovative Idee mehrfach ausgezeichnet, darunter der Ispo Brand New Award 2013, der German Design Award 2015 und der Greentec Award 2016. Für uns ein Grund die Lampe näher anzuschauen.

Velominate hat deshalb Thomas getroffen, einen Fahrrad – Berufspendler, der sich für die Fahrradlampen von Magnic Light entschieden hat. In einem Interview erzählt uns Thomas, wie er zu Magnic Light gekommen ist und welche Erfahrungen er mit den Wirbelstrom Lampen gemacht hat.

 

Magnic Light im Praxistest

Magnic Light Frontlicht

Magnic Light im Praxistest – das Interview:

Wie bist du auf Magnic Light aufmerksam geworden?

Übers Internet. Ich war auf der Suche nach Fahrradlampen ohne Batterie oder Akku. Durch Recherche im Netz bin ich dann auf die Lampen gekommen.

Hattest du die Magnic Lights auf Kickstarter gekauft? – Hat es lange gedauert bist du die Lampen erhalten hast?

Ich habe die Lampen nicht über Kickstarter gekauft. Ich konnte sie direkt auf der Seite kaufen. Und ja, es hat leider sehr sehr lange gedauert, die Lampen zu erhalten. Ich musste mehrfach nachfragen. Ich wusste zwar, dass die Lieferung bis zu 3 Monaten  dauern wird, aber nachher habe ich fast ein Jahr auf die Lampen gewartet.

Wie teuer waren die Lampen damals?

Das ist lange her … es waren ca. 170€.

Hast du die Beleuchtung selber angebaut und wenn ja, war das schwierig?

Ja, ich habe die Lampen selber angebaut. Es war nicht sonderlich schwierig … die Einstellungen der Lichtfunktionen (Bremslicht) war etwas kompliziert, aber irgendwann hatte ich den Dreh raus. Einzig die richtige Einstellung der Lampen ist etwas kompliziert, hierzu müssen die Lampen sehr nah an den Rädern anliegen, damit sie hell genug leuchten. Sind sie aber zu nah, dann schleifen sie – zum Beispiel beim Wiegetritt.

Wie zufrieden bist du mit der Lichtausbeute?

Mittelmäßig. Ich fahre in der Stadt und dazu reicht es. Aber im Park finde ich die Lampen zu dunkel. Obwohl ich auch zugeben muss, dass es auch an der Einstellung liegen könnte.

Wieviel Kilometer bist du inzwischen damit gefahren?

Hmm .. ich bin gute 2 Winter damit unterwegs .. irgendwas zwischen 1500 und 2500km …

Was gefällt dir besonders an den Lampen?

Man muss nicht an die Akkus denken … die Bremslichtfunktion …

Was gefällt dir nicht so gut?

Die Halterung. Da ich in Berlin wohne, würde ich die Lampen ungern am Rad lassen. Zu hoch ist die Gefahr, dass sie geklaut werden. Aber die Lampen mit kalten Händen aus der kleinen Halterung zu friemeln ist sehr schwierig. Da die Halterung konstruktionsbedingt sehr nah am Laufrad ist, wird diese auch sehr schnell dreckig und die Lampen lassen sich dadurch auch immer schwerer an- und abbauen.

Was würdest du verbessern wollen?

Die Halterung … und die Einstellmöglichkeiten für die Frontlichter.

Würdest du sie wieder kaufen, wenn ja warum?

Ja und nein .. sie sind schön leicht und man muss an nichts denken, aber sie sind auch recht klobig. Nicht wirklich groß, aber drei Lampen nehmen schon etwas Platz weg. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau … Ich würde sie auf jeden Fall weiter empfehlen.

Vielen Dank für das Interview

Magnic Light Rücklicht

Magnic Light Rücklicht

Technische Fakten zu den Magnic Lights

Lampentyp: LED – Cree XB-D R4

Helligkeit: 130 Lumen bei 350 mA – 287 Lumen bei 1.000 mA (Helligkeit abhängig von der Genauigkeit der Montage)

Dynamotyp: berührungsloser Felgendynamo

Installationstyp: abnehmbar

Bremslichtfunktion: Ja

StVZO: nicht zugelassen

Gewicht: 60 g pro Lampe

Preis: ca. 150 ,- € (für das getestete Setup, Stand April 2017)

Magnic Light – Pro und Contra

Pro

  • Bremslichtfunktion
  • keine Batterien oder Akkus notwendig
  • keine mechanische Reibung

Contra

  • Halterung der Lampe ist nicht all­tags­taug­lich
  • Einstellmöglichkeiten der Frontlichter
  • Helligkeit (vermutlich montagebedingt)

Zusammenfassung

Das Interview mit Thomas hat uns gezeigt, dass scheinbar so einfache Komponenten wie die Radbeleuchtung, eben immer noch nicht perfekt sind. Nichts desto trotz, ist das Konzept von Magnic Light auf dem richtigen Weg. Die Elektrifizierung des Fahrrads wir immer weiter voranschreiten und damit meinen wir nicht nur elektrische Antriebsunterstützung, sondern und vor allem Beleuchtung & Navigation. Magnic Light bringt jedenfalls einen interessanten Ansatz ins Spiel. Wir sind sind gespannt was noch kommt.

 

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