Nabendynamo

Nabendynamo nachrüsten – Vor- und Nachteile im Überblick

Der Fahrrad Nabendynamo zählt aufgrund seiner gut gedichteten Bauweise zu den zuverlässigsten Dynamo Typen. Deshalb gehört er bei Neurädern meist zur Standardausstattung. Auch vergleichsweise günstige Kinder- und Jugendräder verzichten kaum noch auf einen Nabendynamo. Einen Nabendynamo nachrüsten, ist schon aufgrund der Zuverlässigkeit immer eine gute Idee.

Gleich zum Wunschthema:

Nabendynamo nachrüsten – für wen lohnt sich die Anschaffung?

Radfahrer die ganzjährig unterwegs sind, wissen Wartungsfreiheit und Einfachheit zu schätzen. Der Vergleichsweise hohe Wirkungsgrad sorgt für einen konstante Leuchtkraft. In Kombination mit einem Pufferakku, kann man kleinere Akkus, wie die eines Handys laden. Wer also mit eine paar mehr Gramm am Rad leben kann und sein Rad täglich nutzt, für den ist der Nabendynamo die richtige Wahl.

 

Nabendynamo nachrüsten
Nabendynamo nachrüsten – Aufwand der sich lohnt

Wie funktioniert ein Nabendynamo?

Der Nabendynamo ersetzt im Vorderrad die einfache Nabe, die sonst nur aus der drehbaren Achse, dem Lager und dem Nabengehäuse besteht. Die elektrische Spannung entsteht durch ein rotierendes Magnetfeld im Inneren.

Vorteile eines Nabendynamos

  • wartungsarm und langlebig
  • höherer Wirkungsgrad gegenüber dem Seitenläuferdynamo
  • sehr leise im Betrieb

Gegenüber dem Seitenläuferdynamo ist der Nabendynamo aufgrund seiner gekapselten Bauweise kaum anfällig für schlechte Witterung. Der Seitenläuferdynamo ist nicht nur lauter, er erfordert auch das regelmäßige Nachjustieren und verliert bei Nässe und Schnee schnell den erforderlichen Grip am Reifen.

Nachteile eines Nabendynamos

  • höheres Gewicht
  • höhere Anschaffungskosten
  • ein weiteres Laufrad bei Neuanschaffung

Die komplexe Bauweise fordert buchstäblich ihren Preis.  Ein günstiger und einfacher Nabendynamo ist bereits für 20 bis 25 Euro zu haben. Ein günstiger Seitenläuferdynamo wird dagegen bereits für circa 10 Euro angeboten. Daher ist auch der Reparaturaufwand, wenn es einmal zu einer Störung kommt weit aus höher.

Nabendynamo oder Seitenläuferdynamo?

Zwar ist das Nettogewicht des Nabendynamos höher als das des Seitenläuferdynamos. Die Unterschiede sind insgesamt betrachtet aber eher gering und hängen maßgeblich von der Ausführung und Kombination mit anderen Bauteilen ab.  So kommt man mit der Vorderradnabe Shimano XT mit der Centerloc Scheibenbremsaufnahme (150 g) und dem  Seitenläuferdynamo Dymotec 6 von BUSCH + MÜLLER (188 g) auf Gesamtgewicht von etwa 338 g.

Dem entgegen wiegt die Shimano XT Gruppe DH-T785-1D Centerlock 32 – ein Nabendynamo mit Scheibenbremsaufnahme – 428 Gramm. Diese Konfiguration ist zwar schwerer, die Differenz beträgt allerdings nur 90 Gramm.

Wer also nicht gerade im Begriff ist, eine Wettkampfmaschine auf zwei Rädern zu bauen, sollte die etwas höheren Kosten nicht scheuen. Ein Nabendynamo ist daher eine gute Idee.

Zusätzliche Ausrüstung – mehr Energie

Der hohe Wirkungsgrad der Nabendynamos, hat einen weiteren positiven Nebeneffekt: Es wird mehr elektrische Energie erzeugt, als man für gewöhnlich benötigt. Immer mehr Hersteller bieten deshalb Produkte an, weil nun überschüssige Energie für Smartphones oder GPS zur Verfügung steht.

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